
Unser Profil
Die Evangelische Suchtberatung besteht seit 1975. Sie ist eine Fachstelle für alle Fragen zu Themen legaler Suchtmittel wie Alkohol, Medikamente und des nicht-stoffgebundenen pathologischen Glücksspiels.
Das Angebot richtet sich an erwachsene, Rat und Hilfe suchenden Menschen. Es werden sowohl Betroffene beraten und behandelt als auch deren Angehörige, die ebenfalls fachliche Hilfe in Anspruch nehmen können.
Die Suchtberatung bietet Beratung und ambulante Therapie für Betroffene und Angehörige an. Dabei steht die persönliche und individuelle Hilfe im Vordergrund.
Milliardenausgaben für stoffliche Suchtmittel und Glücksspiele
In unserer heutigen Gesellschaft konsumieren die Menschen pro Jahr für mehr als 70 Milliarden Euro legale Suchtmittel wie Alkohol, Tabak oder Medikamente. Für staatlich konzessionierte Glücksspiele - Lotto, Roulette oder Automaten - geben die Deutschen rund 30 Milliarden Euro aus. Das sind immense Summen und ein Beweis dafür, dass ein Leben ohne diese Mittel für die große Mehrheit undenkbar scheint.
Michael Schuckert, ehemaliger Suchtkranker
Glücklicherweise wird nur ein geringer Teil der Konsumenten süchtig, doch schon der Anteil der riskant Konsumierenden ist mit 20% erschreckend hoch. Ist der Einzelne im Suchtkreislauf verfangen, so schädigt er sich und andere in hohem Maße. Die volkswirtschaftlichen Kosten alkoholbezogener Krankheiten beliefen sich im Jahr 2004 auf 20 Milliarden Euro. Allein 42. 000 Menschen starben durch Alkoholmissbrauch, 111.000 durch schädlichen Tabakkonsum.
Es gibt Hilfe
Die Evangelische Suchtberatung hat es sich seit mehr als 30 Jahren zur Aufgabe gemacht, Menschen beim Ausstieg aus der Sucht zu helfen. Bei Problemen mit Alkohol, Medikamenten und schädlichem Glücksspielverhalten, stehen wir Betroffenen und deren Angehörigen mit dem Fachwissen von Suchttherapeuten, aber auch mit der Erfahrung von ehemaligen Abhängigen zur Seite. In 20 Selbsthilfegruppen kann man seine Abstinenz festigen, über Alltagsprobleme reden und sich gegenseitig stützen. In Beratung und Therapie wendet die Evangelische Suchtberatung Methoden der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der Integrativen und Systemischen Therapie an. Dabei werden individuelle Problemlagen thematisiert und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Dieses Angebot gilt für Betroffene und deren Angehörige, für Freunde , Kollegen oder Vorgesetzte.
Joachim Waigand, ehemaliger Suchtkranker
Durch das Engagement von ehrenamtlichen Suchthelfern ins Leben gerufen, genießt das Café Alte Backstube seit mehr als 20 Jahren einen Ruf als Anlaufstelle für Suchtkranke über die Grenzen Frankfurts und Hessens hinaus. Das gemütliche Bistro liegt im Herzen der Innenstadt und ist als niedrigschwelliges Angebot eine wichtige Ergänzung zum professionellen, therapeutischen Angebot der Beratungsstelle.
Es bleibt noch viel zu tun
Auch in Zukunft werden Alkohol, Tabak und Co aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken sein. Gerade in Zeiten, in denen sich soziale Gegensätze schärfer abbilden und Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen härter erkämpft werden muss, werden viele Menschen Fluchtwege suchen und sich dabei der Rauschmittel bedienen. Auch der Glücksspielsektor verzeichnet hohe Zuwachsraten. Zur Sucht ist es dann oftmals nur ein kleiner Schritt. Das Heilen von Kranken ist ein ureigener Auftrag diakonischen Handelns. In dieser Tradition begreift auch die Evangelische Suchtberatung ihren Auftrag: Für Betroffene und deren Familien möchte sie Begleiter beim Ausstieg aus der Sucht sein.

